
Ganz aktuell: Im Ergebnisbericht der Projektierungsphase finden Sie alle wesentlichen Informationen zu München für Klimaschutz, den Foren, Mitgliedern und Projekten. Hier geht´s zum
Download.“
Bitte beachten Sie: Die Siemens-Studie "Wege in eine CO2-freie Zukunft" steht nun als
Download (pdf-Dokument) bereit.

Was auf den Tisch kommt...
...verursacht oft ungeahnte Mengen an schädlichen Klimagasen wie Kohlendioxid und Methan. Allein mit unserer Ernährung produzieren wir 20 Prozent der gesamten Treibhausgase. Dabei bringt die Erzeugung tierischer Produkte wie Fleisch, Wurst, Käse und andere Milchprodukte am meisten Klimagase auf die Waage. Fleisch ist - aufgrund der energieaufwändigen Dünger-Herstellung für den Anbau von Viehfutter und des bei der Verdauung entstehenden Methans beim Rind äußerst klimaschädlich. Weltweit gesehen produziert die Viehhaltung sogar mehr Treibhausgase als der gesamte Verkehr! Sehr klimafreundlich ist hingegen die Erzeugung pflanzlicher Lebensmittel, da hier sehr wenige Treibhausgase entstehen. Lange Rede, kurzer Sinn: Wenn Sie regelmäßig viel Gemüse und Obst - möglichst biologisch, regional, saisonal und frisch essen – dann sind Sie ein Prima-Klima-Typ.
Übrigens: weitere Klimatipps finden sie hier.
Klimaschutz und Ressourcenschonung sind schon lange keine abstrakten Vokabeln mehr. Wenn sich Hausbesitzer für den Einbau eines modernen Heizungssystems entscheiden, ist dies mehr denn je mit der Frage nach einem verantwortungsvollen und sparsamen Umgang mit Energie verknüpft. Eine Tagesveranstaltung am 14. Juli greift diese Fragestellungen auf.
Eine Möglichkeit, Brennstoffe besonders effizient zu nutzen und einen wirksamen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, ist die kombinierte Erzeugung von Wärme und Strom, die sogenannte Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Aus politischer Sicht wird diese Form der Energieumwandlung favorisiert. So soll der Anteil des in KWK-Anlagen erzeugten Stroms in Deutschland bis 2020 auf dann 25 % verdoppelt werden. Was sich im großen Maßstab bewährt hat, ist nun auch mit innovativen, dezentralen Mikro- und Mini-KWK-Anlagen in Ein- und Mehrfamilienhäusern möglich: Mit sogenannten „Strom erzeugenden Heizungen“ produzieren Hausbesitzer Raumwärme und einen großen Teil des benötigten Stroms im eigenen Keller. Nicht im Haus benötigter Strom wird ins öffentliche Stromnetz eingespeist. Perspektivisch können diese Anlagen, die auch für den Einsatz regenerativer Energien wie Bioerdgas geeignet sind, zu virtuellen Kraftwerken verknüpft werden.
Diese Entwicklung ist jedoch auf verlässliche Rahmenbedingungen angewiesen: Rechtliche und technische Anforderungen müssen Innovationen und Wettbewerb ermöglichen. Mit gezielten finanziellen Anreizen sollte der Weg für Mikro- und Mini-KWK-Anlagen in den Markt anfänglich flankiert werden. Denn die breite Einführung „Strom erzeugender Heizungen“ bietet eine hervorragende Chance, die notwendige Modernisierung des Heizungsbestands in Deutschland mit einer klimaverträglichen Wärme- und Stromerzeugung zu koppeln.
Der Bayerische Staatsminister für Wirtschaft, Infrastruktur und Verkehr, Martin Zeil, wird dazu energiepolitische Eckpunkte skizzieren. Mit Abgeordneten des Bayerischen Landtags und Vertretern aus Unternehmen und Wissenschaft wird in der Podiumsdiskussion über die politischen, rechtlichen und technischen Anforderungen an eine dezentrale Wärme- und Stromerzeugung gesprochen. Außerdem haben Teilnehmer Gelegenheit, sich in der begleitenden Ausstellung mit Mikro- und Mini-KWK-Anlagen aus erster Hand über Strom erzeugende Heizungen zu informieren.
Datum, Uhrzeit: Mittwoch, 14. Juli 2010, 9:00-11:00 Uhr
Veranstalter: Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch e.V. (ASUE)
Ort: Praterinsel München
Hier gelangen Sie zum Veranstaltungsflyer.
(Quelle: www.asue.de)