
Ganz aktuell: Im Ergebnisbericht der Projektierungsphase finden Sie alle wesentlichen Informationen zu München für Klimaschutz, den Foren, Mitgliedern und Projekten. Hier geht´s zum
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Bitte beachten Sie: Die Siemens-Studie "Wege in eine CO2-freie Zukunft" steht nun als
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Was auf den Tisch kommt...
...verursacht oft ungeahnte Mengen an schädlichen Klimagasen wie Kohlendioxid und Methan. Allein mit unserer Ernährung produzieren wir 20 Prozent der gesamten Treibhausgase. Dabei bringt die Erzeugung tierischer Produkte wie Fleisch, Wurst, Käse und andere Milchprodukte am meisten Klimagase auf die Waage. Fleisch ist - aufgrund der energieaufwändigen Dünger-Herstellung für den Anbau von Viehfutter und des bei der Verdauung entstehenden Methans beim Rind äußerst klimaschädlich. Weltweit gesehen produziert die Viehhaltung sogar mehr Treibhausgase als der gesamte Verkehr! Sehr klimafreundlich ist hingegen die Erzeugung pflanzlicher Lebensmittel, da hier sehr wenige Treibhausgase entstehen. Lange Rede, kurzer Sinn: Wenn Sie regelmäßig viel Gemüse und Obst - möglichst biologisch, regional, saisonal und frisch essen – dann sind Sie ein Prima-Klima-Typ.
Übrigens: weitere Klimatipps finden sie hier.
Der CO2-Fußabdruck im Finanzmarkt ist ein nur begrenzt taugliches Mittel, um Investitionen in den Klimaschutz zu lenken. Zu diesem Ergebnis kommt eine am kürzlich veröffentlichte Studie, die FutureCamp ClimateFinance für Germanwatch unter Beratung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) erstellt hat. Das Beratungsunternehmen sieht nur wenig Impulse für eine Transformation zur Niedrigemissionsgesellschaft.
"Unsere Analyse zeigt, dass der CO2-Fußabdruck keinen Anreiz setzt, das Kernstück des notwendigen Umbaus, etwa im Energiebereich, anzugehen. Investitionen werden eher in bereits emissionsarme Sektoren wie den Dienstleistungsbereich gelenkt", erklärte Jörg Doppelfeld, Autor der Studie von FutureCamp ClimateFinance. Ein kleiner CO2-Fußabdruck allein sei kein aussagekräftiger Indikator für eine positive Klimaschutzwirkung.
"Es ist dringend erforderlich, dass sich der Finanzsektor geeignete Instrumente schafft, um eine konstruktive Rolle bei der anstehenden Transformation des Energiesystems zu spielen. Nur was gemessen werden kann, kann auch gemanagt werden. Kompakte Indikatoren müssen sich aber an der tatsächlichen Klimaschutzwirkung von Umschichtungen der Kapitalanlagen und Aktivitäten der Finanzinstitute ausrichten", sagte Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer von Germanwatch.
Der Autor schlägt Germanwatch zufolge zwei Alternativen vor, die sich jeweils an branchenbezogenen Benchmarks orientieren. So könnte festgelegt werden, dass nur in Unternehmen investiert wird, die im jeweiligen Branchenvergleich niedrige Emissionen aufweisen. Alternativ dazu könnten Fonds auch solche Unternehmen auswählen, die sich verpflichten, ihre Emissionen gemessen am Branchenbenchmark um einen bestimmten Prozentwert zu vermindern.
"Für die Hälfte der EU-Emissionen lässt die EU-Kommission derzeit solche Benchmarks entwickeln. Der Ansatz ist aber auch für andere Branchen nutzbar, etwa für den Immobiliensektor", sagte Armin Haas vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. "Dabei ist wichtig, dass das Anspruchsniveau der Benchmarks für alle Branchen in etwa vergleichbar ist."
Die Studie "Financed Carbon Footprints - Herausforderungen bei der Erhebung und mögliche Auswirkungen auf Energieinvestitionen" ist unter
www.germanwatch.org/corp/fcfp.htm abrufbar.
(Quelle: www.epo.de)